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Die Experten für Englischkurse in Großbritannien und Irland

Meeting God in Shrewsbury von Mathilde Grosche

Wer eine Sprachschule in England sucht, wird angesichts der enormen Auswahl schier verzweifeln. Noch schwieriger ist es, wenn Finanz- oder Wirtschaftsexperten, Anwälte oder Journalisten Spezialkurse suchen.

HB DÜSSELDORF. Journalistin Carola raucht der Kopf nach dieser Englischstunde. Das Alltagsgespräch zwischen drei Engländern, das aus dem Kassettenrekorder tönte, war schwer zu verstehen. Und dann noch die komplizierten Fragen von Lehrerin Jane zu den Standpunkten der Personen.

Geschickt hat Jane die Grenzen von Carolas sprachlichen Fähigkeiten ausgelotet, um den Unterricht möglichst intensiv zu gestalten. Für die deutsche Journalistin bedeutet dies, dass sie bis an den äußeren Rand ihrer Konzentrationsfähigkeit geführt wird.

Intensive Betreuung

Daniel Baruch, gebürtiger Brite und Wahl-Frankfurter, hat Carola an die Sprachenschule „Severnvale Academy“ in der kleinen, mittelenglischen Stadt Shrewsbury vermittelt. „Hier kümmert man sich so intensiv um die Gäste, dass auch ein Aufenthalt von vierzehn Tagen das Englisch spürbar verbessert“, hatte er versprochen.

„Den Schulleiter John Rogers habe ich am ersten Tag überhaupt nicht verstanden. Am letzten Tag konnte ich sogar mit ihm über Wortspiele lachen“, bestätigt Carola, für die sich die Anstrengung gelohnt hat.

Dem Sprachtraining vorausgegangen war ein frustrierender Telefon-Marathon. […] Niemand konnte einen handfesten Tipp geben. […]

Vermittlung von Sprachschulen

Als sie [Carola] ihr Vorhaben schon fast aufgegeben hatte, stieß sie in einem Zeitungsartikel über das Problem, eine gute Sprachschule zu finden, auf Daniel Baruch. Er vermittelt professionell Sprachschulen in England, vor allem an Erwachsene, und besucht die Sprachschulen selbst, die er beurteilen möchte. „110 Sprachschulen in Großbritannien und Irland habe ich gesehen und bis zu acht Mal besucht. Und nur bei einer Minderheit habe ich ein wirklich gutes Gefühl“, schmunzelt der Experte. „An rund 20 Schulen vermittle ich 90 Prozent meiner Kunden“.

Aufwändige Suche nach geeigneter Schule

Anfang der 90er Jahre stieß der studierte Friedensforscher, der damals nach einer Zeit als Lektor an der Universität Rostock Sprachunterricht für Mitarbeiter deutscher Firmen im Rhein-Main-Gebiet gab, auf eine Marktlücke: Wer eine Sprachenschule sucht, ist einfach überfordert. Schon schlichte Fakten wie Klassengröße, Unterrichtsstruktur und Preise herauszufinden, ist bei der Vielzahl der Angebote extrem aufwändig.

„Das, was wirklich einen guten Unterricht ausmacht, lässt sich aber vor dem Besuch der Schule überhaupt nicht erkunden“, ist Baruch überzeugt. Da wollte er Abhilfe schaffen. „Anregende, aktive Lehrer und eine gute, lebendige Atmosphäre, in der Lernen gefördert wird und Spaß macht, finde ich wichtig“, betont der Experte.

Unkonventionelle Maßstäbe

Anfang der 90er Jahre stieß der studierte Friedensforscher, der damals nach einer Zeit als Lektor an der Universität Rostock Sprachunterricht für Mitarbeiter deutscher Firmen im Rhein-Main-Gebiet gab, auf eine Marktlücke: Wer eine Sprachenschule sucht, ist einfach überfordert. Schon schlichte Fakten wie Klassengröße, Unterrichtsstruktur und Preise herauszufinden, ist bei der Vielzahl der Angebote extrem aufwändig.

„Das, was wirklich einen guten Unterricht ausmacht, lässt sich aber vor dem Besuch der Schule überhaupt nicht erkunden“, ist Baruch überzeugt. Da wollte er Abhilfe schaffen. „Anregende, aktive Lehrer und eine gute, lebendige Atmosphäre, in der Lernen gefördert wird und Spaß macht, finde ich wichtig“, betont der Experte.

„Gesprächsstoff gab es immer“

Anfang der 90er Jahre stieß der studierte Friedensforscher, der damals nach einer Zeit als Lektor an der Universität Rostock Sprachunterricht für Mitarbeiter deutscher Firmen im Rhein-Main-Gebiet gab, auf eine Marktlücke: Wer eine Sprachenschule sucht, ist einfach überfordert. Schon schlichte Fakten wie Klassengröße, Unterrichtsstruktur und Preise herauszufinden, ist bei der Vielzahl der Angebote extrem aufwändig.

„Das, was wirklich einen guten Unterricht ausmacht, lässt sich aber vor dem Besuch der Schule überhaupt nicht erkunden“, ist Baruch überzeugt. Da wollte er Abhilfe schaffen. „Anregende, aktive Lehrer und eine gute, lebendige Atmosphäre, in der Lernen gefördert wird und Spaß macht, finde ich wichtig“, betont der Experte.

Intensivkurs für Finanzexperten

„Für Finanzexperten lohnt sich ein Aufenthalt an der Schule Language Specialists International in Portsmouth an der Südküste“, empfiehlt er. Dort gibt es kurze Intensivkurse, die auf ein besonderes Gebiet professioneller Kommunikation vorbereiten. Englisch für Führungskräfte im Bankwesen etwa, Englisch für Psychologen in der Industrie oder für Sekretärinnen.

Auch das Lydbury English Centre in Shropshire ist bei den Mitarbeitern von Banken beliebt. Hier lernt man in einer ganz besonders familiären Atmosphäre. Höchstens zehn Schüler gleichzeitig nimmt die Schule, in einem Kurs sitzen bis zu vier. „Unsere Gäste sind täglich fast zwölf Stunden hier, Mittag- und Abendessen gibt es in der Schule, zum Wohnen gibt es vier Zimmer in der Schule, zwei Landhäuser außerhalb und einige Gastfamilien“, erklärt der Schulleiter Duncan Baker.

Extrem intensives Training

Solch ein Training ist extrem intensiv, genau das Richtige für Manager, die nur eine oder zwei Wochen bleiben können. „Empfehlenswert sind die Kurse auch für Computerspezialisten“, betont Daniel Baruch. In diesem Sprachbereich habe die Schule große Erfahrung.

Wenn Juristen ihr Englisch verbessern wollen, gehen sie am besten nach London. „Juristen sollten einen Kurs in der London School of English belegen“, empfiehlt Baruch. Hier werden sogar Kurse speziell für Anwälte im öffentlichen Recht und im Handelsrecht angeboten oder auch für Vertragsentwürfe. Bei diesen Kursen referieren auch englische Juristen.

Lehrer mit unterschiedlichem Werdegang

Die Severnvale Academy in Shrewsbury lebt vor allem vom unterschiedlichen Werdegang ihrer Lehrer. Jane etwa hat Kommunikationswissenschaft studiert, bei Medien gearbeitet und kann der Journalistin Carola eingängige Tipps bei immer wiederkehrenden Fehlern geben. Janes Kollege John Rogers lebte in Spanien und unterrichtete dort Englisch in Unternehmen. Er bereichert die Unterrichtsstunden mit seinen Geschichts- und Literaturkenntnissen sowie seiner Leidenschaft für Wort-Quizze. Mark unterrichtete zwölf Jahre Geschäftsenglisch in der Schweiz. Alle zwei Schulstunden – im Gruppen- wie im Einzelunterricht – gibt es einen neuen Lehrer. So kommt nie Langeweile auf. […]

Handelsblatt, 20. September 2002