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Die Experten für Englischkurse in Großbritannien und Irland

Die Zeit - Kurskorrektur

Daniel Baruch, 48, berät Urlauber, die in Großbritannien oder Irland in den Ferien einen Sprachkurs machen wollen

Herr Baruch, wo haben Sie Englisch gelernt?

In der Nähe von Glasgow, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Später habe ich zehn Jahre als Englischlehrer gearbeitet, noch zu Zeiten der DDR an der Wilhelm-Pieck-Universität in Rostock, dann in der Wirtschaft und an Sprachschulen.

Warum können Sie so eingehend über Sprachurlaub informieren?

Ich habe im Laufe der vergangenen zehn Jahre 110 Sprachschulen in Großbritannien und Irland unter die Lupe genommen, manche mehrmals. Nur einen Teil davon empfehle ich guten Gewissens. Die Atmosphäre, den Geist einer Schule kann man nur erkennen, wenn man dort gewesen ist. Sind die Lehrer zum Beispiel fest angestellt oder überwiegend aushilfsweise beschäftigt? Ein gut eingearbeitetes Lehrerteam, das schon lange zusammenarbeitet, ist für mich wichtig. So etwas erfährt man nicht aus Katalogen oder aus dem Internet.

Wo liegen denn die Unterschiede? Man sollte doch meinen, dass Sprachschulen, wenn sie beispielsweise vom British Council anerkannt sind, ein ordentliches Niveau haben.

Auch unter den anerkannten Schulen sind nicht alle gut. Einen Unterschied kann zum Beispiel die Klassenstärke machen: Je weniger Schüler, desto intensiver das Lernen. Ein wichtiges Kriterium ist auch der Anteil der Sprachschüler, die eine andere Muttersprache als Deutsch haben. Denn nur bei einem international gemischten Kurs ist man auch außerhalb des Unterrichts gezwungen, Englisch zu reden. Wenn Schüler auf Sprachreise gehen, kommt es außerdem auf ein gutes Freizeitangebot an, wie etwa interessante Ausflüge, Sportmöglichkeiten, gemeinsame Abendveranstaltungen.

Lupenreines Schulenglisch wird ja nach landläufiger Vorstellung vor allem in Oxford gesprochen. Kann man das nur dort lernen?

Auch unter den anerkannten Schulen sind nicht alle gut. Einen Unterschied kann zum Beispiel die Klassenstärke machen: Je weniger Schüler, desto intensiver das Lernen. Ein wichtiges Kriterium ist auch der Anteil der Sprachschüler, die eine andere Muttersprache als Deutsch haben. Denn nur bei einem international gemischten Kurs ist man auch außerhalb des Unterrichts gezwungen, Englisch zu reden. Wenn Schüler auf Sprachreise gehen, kommt es außerdem auf ein gutes Freizeitangebot an, wie etwa interessante Ausflüge, Sportmöglichkeiten, gemeinsame Abendveranstaltungen.

Sie plädieren für Sprachferien in Provinzstädtchen wie Shrewsbury oder Winchester.

Wer unbedingt in Oxford lernen will, der soll das tun. Man darf nicht vergessen, dass in weniger bekannten Orten gleiche Leistungen oft wesentlich günstiger zu haben sind. Und man findet eben auch leichter Gastfamilien, die bereit sind, auf Sonderwünsche einzugehen – zum Beispiel wenn man vegetarische Küche mit Fisch möchte.

Wie viele Interessenten beraten Sie pro Jahr?

Ich führe pro Jahr etwa 800 Beratungsgespräche, entweder telefonisch unter 069/5970411 oder persönlich in meinem Büro in Frankfurt am Main. Ungefähr die Hälfte der Interessenten buchen auf meine Vermittlung hin ihre individuelle Sprachreise. Zu mir kommen Eltern, die Kurse für ihre Kinder suchen, Studenten, Geschäftsleute. Wer sein Englisch aus beruflichen Gründen verbessern will, hat nicht nur die Wahl zwischen General English und General Business English. Angeboten werden auch sehr spezielle Kurse wie Financial English oder Legal English für Juristen oder Englisch für deutsche Englischlehrer.

Ihre Beratung ist kostenlos. Womit verdienen Sie Ihr Geld?

Ich bekomme von der Schule eine Provision, so ähnlich wie ein Reisebüro.

Erfüllen Sie auch Sonderwünsche?

Wenn es sich machen lässt. Eine junge Frau wollte mal ihr Pferd mitnehmen. Der haben wir in Irland zum Sprachkurs auch noch einen Stall vermittelt. 

Die Zeit, 28. Oktober 2004                                           

Link zum Originaltext bei der "Die Zeit"